Kein Scherz: Der Vater ein Freundin aus Frankreich hat seiner Frau zu Weihnachten das Fitness-Konsolenspiel “Wii Fit” geschenkt. Als Reaktion auf diesen Wink mit dem Zaunpfahl hat sie die Scheidung eingereicht.
Der selbsternannte “Fitness-Guru” Michael Torchia hält “Wii Fit” aber auch aus einem ganz anderen Grund für gefährlich. Er ist der Meinung, Nintendo würde seine Kunden bewusst täuschen, indem es ihnen suggeriert, die Benutzung des Computerspiels habe in irgendeiner Weise mit echtem Fitnesstraining, also mit realer körperlicher Anstrengung zu tun. Außerdem ist er der Meinung, dass Konzerne wie Nintendo ohnehin schon Mitschuld daran tragen, dass Fettleibigkeit in den letzten Jahrzehnten zur Volkskrankheit aufgestiegen ist. Er fordert deshalb auf dem Spiel “Wii Fit” einen Warnhinweis, dass es sich um ein Unterhaltungsmedium und nicht etwa um ein Fitnessprogramm handle.
“Wii Fit” war schon desöfteren in den Schlagzeilen, weil angeblich “bis zu zehn Menschen pro Woche mit bei der Benutzung von Wii Fit entstandenen Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert werden” (Quelle). Michael Torchia führt das darauf zurück, dass die dringend notwendige professionelle Aufsicht und Anleitung beim Ausführen der Übungen schlicht fehlt. Er realisiert dabei jedoch nicht, dass er mit diesem Argument “Wii Fit” den Status einer Sportart zugesteht, den er ja eigentlich bestreitet. Ein Computerspiel braucht nämlich keine professionelle Anleitung.












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