Die insolvente Fitnessstudio-Kette Elixia hat seinem Insolvenz-Verwalter Christoph Schulte-Kaubrügger zufolge bereits für 14 von insgesamt 21 Fitnessstudios neue Betreiber gefunden. Auch bei den sieben verbliebenen Filialen zeigte er sich zuversichtlich. Alle Arbeitsplätze konnten vorerst erhalten werden.

Es steht dabei die Frage im Raum, wieso Elixia überhaupt pleite gehen konnte, wenn die Studios dermaßen begehrt sind und die neuen Betreiber es noch nicht einmal für notwendig erachten, die Personalkosten zu reduzieren. Eine Verschwörungstheorie findet man bei uns im Kommentarbereich. Der Nutzer “fitness analyse” hatte dort prophezeit, dass Holmes Place die Bahrenfelder Filiale von Elixia übernehmen würde. Acht Wochen später übernahm Holmes Place die Bahrenfelder Filiale von Elixia. Der Mann sollte anfangen Lotto zu spielen.

Bauchweggürtel im Test (13. November 2009)

Man kennt ja die tollen TV-Werbespots, die Endlosschleifen auf DSF und die Homeshopping-Angebote: Jeden Tag 30 Sekunden Training mit dem Bauchmaster Zehntausend reichen zur Verwirklichung aller Träume. Nie wieder Sport. Nie wieder das eigene Haus verlassen. Geld, Autos und Frauen.

Der ungeschränkte Erfolg ohne Schweiß, ohne Anstrengung, ohne Rückschläge. Allein das ist eine Horrorvorstellung für viele Sportler. Und es bleibt natürlich die Frage nach der Wirksamkeit solcher Wundergeräte, die viel zu selten beantwortet wird. Einen Vibrations-Bauchweg-Gürtel auf einer Sportseite, in einer Sportzeitschrift oder einem vergleichbaren Medium zu testen hieße nämlich – völlig unabhängig vom Testergebnis – ihn mit der Autorität der „Wissenschaft“ auszustatten, ihn als Sportgerät oder zumindest als Alternative zu Sportgeräten anzuerkennen. Deshalb sparen wir uns das und wollen lieber auf die Beauty-Website pinkmelon.de verweisen, wo zwei gleichsam unbedarfte Testerinnen ihre Erfahrungen mit einem sog. Bauchweggürtel aufgeschrieben haben. Ergebnisse der beiden Tests: „Eine deutliche sichtbare Veränderung meines Bauches kann ich nicht feststellen, wenn ich mich im Spiegel betrachte“, und „einen wirklichen Unterschied zu vorher kann ich nicht erkennen“. Wen überrascht’s?

In der Frankfurter Hochstraße im Ostend eröffnet der Neueröffnungs-Experte Georg Hadel demnächst eine neue Filiale von Fitness First. Hadel hatte bereits den Fitness First Platinum & Black Label Club im Frankfurter Einkaufszentrum MyZeil erfolgreich etabliert. Ein „FAZ“-Artikel zum Thema berichtet unter anderem von Plänen seitens Fitness First, die eigene Reputation als Fitnesskette mit einem exklusiven Angebot im oberen Preissegment weiter auszubauen, um sich so stärker von den Fitness-Discountern abgrenzen zu können.

Der insolvente Fitnessstudio-Betreiber Elixia hat einen Käufer für seine Bahrenfelder Filiale gefunden. Die international agierende Kette Holmes Place hat das Studio samt Mitarbeitern übernommen; für die Kunden dürfte sich vorerst wenig ändern. Später wolle man das Studio allerdings stärker in das Konzept von Holmes Place integrieren, so die neuen Besitzer. Bisher wurden erst für wenige Elixia-Filialen Investoren gefunden. Zwar geht der Trainingsbetrieb regulär weiter, zahlreiche Kunden berichten aber davon, dass die Stimmung in den Studios aufgrund der unsicheren Zuukunftsaussichten häufig stark gedrückt sei.

Stromerzeugende Fitnessstudios. In Hongkong und den Vereinigten Staaten gibt es bereits einige Studios, die dieses Konzept umsetzen. Die Geräte, an denen trainiert wird, sind an einen Generator angeschlossen. Kunden können ganz normal und ohne Einschränkungen trainieren, erzeugen aber nebenbei mit ihrer verausgabten Muskelkraft Strom. Der Strom kann entweder gewinnbringend verkauft werden oder dazu dienen, den hauseigenen Energiebedarf zu decken. Neben dem Faktor “umweltfreundlich”, der durchaus als Kundenmagnet wirkt, sparen Studiobetreiber also auch bares Geld. Man darf deshalb gespannt sein, wann das erste Fitnessstudio in Deutschland diese spannende Idee ausprobiert.

Es ist ein alter Hut: “Der Markt wird sich in zwei Richtungen aufteilen – in Premium-Studios und Discounter”, zitiert derwesten.de Andreas Tappe, den Studioleiter des Fitnessstudios “Vita am Kaiserberg” in Duisburg. Rainer Schaller, der Mann hinter McFit, pflichtet ihm bei. Der zitierte Tappe sagt auch: “Uns geht es gut. Wir haben keine Wirtschaftskrise.”

Eine positive Einschätzung der aktuellen Geschäftslage und eine positive Zukunftserwartung – einer solchen Boomphase folgt im Konjunkturkreislauf notwendig der Abschwung, dem Abschwung die Rezession. Durch Preiskampf und aggressive Expansion der großen Fitness-Ketten werden früher oder später einige Marktakteure auf der Strecke bleiben. Über den gemutmaßten Wandel hin zur strikten Aufteilung in Premium-Studios und Discounter können wir uns deshalb in fünf Jahren nochmal unterhalten.

Der Online-Ableger der “Welt” schreibt über die an dieser Stelle schon häufiger thematisierten üblichen Probleme mit Fitnessstudio-Verträgen.

“Focus Online” stellt sich die Frage, ob Kinderfitness gesund oder gefährlich sei.

“Kieser Training hat mir dabei geholfen, meine Rückenprobleme zu vermindern”, berichtet ein gewisser “Tomato Joe” in seiner Bewertung des Fitnessstudios “Kieser Training” in Erfurt. Die 250. Bewertung auf Find-Fitness.de könnte kaum positiver ausfallen.

Unsere Nutzer haben im Durchschnitt 7.3 von 10 möglichen Punkten vergeben. Die Zahl der eingereichten Bewertungen steigt wöchentlich – wie auch unsere Besucherzahlen. Das nächste Jubiläum feiern wir dann mit dem tausendsten eingetragenen Fitnessstudio.

Danke für die Unterstützung!

Wir haben bereits über das “Hayat” berichtet, ein Fitnessstudio für muslimische Frauen in Köln. Einen weiteren interessanten Einblick gewährt folgende Kurzreportage:

Find-Fitness.de ist ein Bewertungsportal für Fitnessstudios. Mehrere Bewertungen pro Tag werden mittlerweile eingereicht, viele gute, so manche kritische und nicht selten auch solche, die sich weniger mit dem Fitnessstudio selbst, sondern viel mehr mit dem Vetragsverhältnis zwischen Fitnessstudio und Kunde beschäftigen. Trotz Kündigung werden Mitgliedsbeiträge weiterhin abgebucht, Sportinvalide werden nicht aus dem Vetrag entlassen und der Studioleiter verschickt Drohbriefe. Diese und viele andere Dinge wurden uns in der Vergangenheit berichtet, doch wir hatten immer das Gefühl, dass sich derart komplexe Sachverhalte, Meinung und Gegenmeinung, nur schwer in den engen Kasten unseres Bewertungsformulars pressen lassen.

Die Website www.fitnessstudio-aerger.de könnte da Abhilfe schaffen. Ihr Ziel ist es, beide Seiten zu Wort kommen zu lassen. Wie ist die Position des geprellten Kunden? Was sagt das Fitnessstudio dazu? Gibt es in vergleichbaren Fällen bereits Gerichtsurteile? Der sachlich geführte Diskurs ist das Ziel von www.fitnessstudio-aerger.de. Wir sind gespannt, wie sich dieses Projekt entwickeln wird.