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Amtsgericht Freiburg: Fitnessstudio-Vertrag kann bei psychischer Erkrankung gekündigt werden

Das Freiburger Amtsgericht hat entschieden, dass Mitglieder eines Fitnessstudios, die aufgrund einer psychischen Erkrankung die räumliche Enge des Studios nicht mehr ertragen, ihre Mitgliedsvertrag aufkündigen können und weitere Mitgliedsbeiträge nicht mehr bezahlen müssen.

Der Betreiber eines Fitnessstudios hatte eine Frau verklagt, noch ausstehende Beiträge zu bezahlen und ihren Vertrag zu erfüllen. Zuvor hatte die Beklagte eine außerordentliche Kündigung formuliert, da sie aufgrund einer psychischen Erkrankung die räumliche Enge des Fitnessstudios nicht mehr ertrage und daher nicht mehr dort trainieren könne. Das Amtsgericht Freiburg entschied zugunsten der Beklagten (Az.: 55 C 3255/08), denn sie sei durch ihre Erkrankung nicht mehr in der Lage und dauerhaft daran gehindert, die Leistungen des Fitnessstudios in Anspruch zu nehmen. Dies sei ein Kündigungsgrund nach § 626 Abs. 1 BGB.

Brisant ist folgender Absatz der Urteilsbegründung:

“Für die Wirksamkeit der Kündigung durch die Beklagte war es nicht erforderlich, dass die Beklagte der Klägerin den Kündigungsgrund in Einzelheiten darlegt, sondern die Kündigung ist auch ohne Angabe irgendeines Kündigungsgrundes wirksam [...]. Die Beklagte war auch nicht verpflichtet, der Klägerin ein Attest über ihre Erkrankung vorzulegen. Die Verpflichtung zur näheren Darlegung des Kündigungsgrundes besteht erst im Rahmen der Substantiierungspflicht in einem gerichtlichen Verfahren. […] Dabei genügt es, dass die Beklagte den Sachverhalt laienhaft darstellt. Medizinisch fundierte Ausführungen zu ihrer Erkrankung muss sie nicht machen. Es genügt, dass die Beklagte ausgeführt hat, sie leide an einer psychischen Erkrankung […], die sie daran hindere, sich in die ‘persönliche und räumliche Enge eines Fitness-Studios o. ä. zu begeben’.”

Was bedeutet das für einen Fitnessstudio-Betreiber? Muss er in jedem Fall ein Gerichtsverfahren einleiten, wenn er eine außerordentliche Kündigung anzweifelt? Lohnt vielleicht selbst dieser Schritt nicht?

Am 22. Februar 2011 in Urteile | 1 Kommentar

Test.de warnt vor neuen Verträgen bei Kieser-Training!

Auf der Webseite der “Stiftung Warentest” ist im Januar ein Artikel erschienen, der bei Abschluss von Verträgen bei Kieser-Training zur Vorsicht mahnt. Der Vertrag verlängere sich nach einem Jahr automatisch, wenn er nicht rechtzeitig gekündigt wird. In der Regel bezahle man dann weniger – der Preis könne aber auch erheblich steigen, so zum Beispiel im Kieser-Training Fitnessstudio in Berlin Friedrichshain.

Der Artikel kann hier gelesen werden.

Unserer Redaktion scheint der Artikel überzogen. Nicht zuletzt weil Kieser-Training seinen Franchise-Nehmern gewisse Freiheiten einräumt, ist das Rabatt- und Bonussystem der Kette nicht auf den ersten Blick zu durchschauen. Wie bei jedem Vertragsabschluss lohnt auch hier eine intensive Recherche, damit es am Ende keine unangenehmen Überraschungen gibt.

Am 21. Februar 2011 in Fitnessstudios | 1 Kommentar

Neueröffnung der Woche: Fitness First im Lighthouse

An dieser Stelle möchten wir eine neue Artikelserie ins Leben rufen, die „Neueröffnung der Woche“. Darin wollen wir die interessantesten Fitnessstudio-Neueröffnungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorstellen.

Unsere diesmalige Neueröffnung ist der Fitness First Platinum Club im Lighthouse, der mitten in der Düsseldorfer„Unternehmerstadt“ auf 2700 Quadratmetern und 2 Etagen ein umfangreiches Programm an Fitness, Wellness und Lifestyle anbietet. Einmal mehr vereinbart Fitness First ein umfangreiches Fitness-Angebot – Kurse, Cardio, Geräte und Freihanteln, PowerPlate, Personal Training uvm. – mit einem weiträumigen Wellness-Bereich mit Saunen, Dampfbädern, Solarien und einem Swimming Pool. Dazu gibt es die üblichen Extras, DVD-Verleih, Vorteilsprogramme und Kinderbetreuung.

Der Fitness First Platinum Club im Lighthouse wurde am 14. Februar 2011 eröffnet. Kunden-Bewertungen und weiterführende Informationen findet man hier.

Am 16. Februar 2011 in Neueröffnung der Woche | 2 Kommentare

Fitnessstudio-Vertrag darf bei Schwangerschaft gekündigt werden

Das Amtsgericht München hat jetzt ein Urteil gefällt, nach dem schwangere Frauen Fitnessstudio-Verträge vorzeitig kündigen dürfen (Aktenzeichen: 251 C 26718/09). Zwar sei eine Schwangerschaft keine Krankheit, jedoch könne die Schwangerschaft es einzelnen Frauen verunmöglichen weiterhin Sport zu treiben.

Das Gericht hielt es für unzumutbar, die vor Gericht stehende schwangere Frau entgegen der mit der Schwangerschaft verbundenen Einschränkungen an ihren Fitnessstudio-Vertrag zu binden. Dabei sei irrelevant, ob die Frau aus medizinischer Sicht weiterhin Sport treiben könne oder nicht.

Am 16. Februar 2011 in Urteile | 1 Kommentar

Find-Fitness.de expandiert: Jetzt auch in Österreich und der Schweiz

Am Anfang stand eine Idee. Die Idee, unabhängigen Kundenmeinungen im Internet eine Plattform zu bieten, um potenziellen Neukunden eines Fitnessstudios abseits der üblichen Versprechungen und oberflächlicher Eindrücke die Möglichkeit zu geben, tiefere Einblicke in das Fitnessstudio zu erhalten, an das sie sich vertraglich binden wollen.

Das Konzept von Find-Fitness.de hat sich durchgesetzt. Alle profitieren: Die Fitnessstudio-Betreiber, denen eine Plattform geboten wird, sich zu präsentieren. Und die Trainierenden, die sich untereinander austauschen können. Um unsere Erfolgsgeschichte fortzuschreiben, sind wir nach Österreich und in die Schweiz expandiert und haben Bewertungsportale für die dortigen Fitnesscenter gegründet: mein-fitnesscenter.at umfasst bereits mehr als 90% aller österreichischen Fitnesscenter und auch mein-fitnesscenter.ch ist auf dem besten Wege, diese Marke zu knacken.

Wir arbeiten intern an umfangreichen Verbesserungen unseres Bewertungssystems und hoffen, dass wir auch in Zukunft noch den einen oder anderen Erfolg feiern können.

Am 14. Februar 2011 in In eigener Sache | Keine Kommentare

Fitnessstudio: Mündliche Kündigungen müssen beweisbar sein

Die „Thüringer Allgemeine“ berichtete unlängst von einer alten Dame, die aus gesundheitlichen Gründen ihren Fitnessstudio-Vertrag kündigen wollte, mit dem Besitzer des Studios eine mündliche Absprache getroffen hat und letztlich erfahren musste, dass ihr Vertrag aufgelöst, sondern nur ausgesetzt war. Ob hier aneinander vorbei geredet wurde oder ob es sich um eine mutwillige Irreführung handelt, lässt sich nicht mehr feststellen.

Grundsätzlich können wir festhalten, dass eine mündliche Absprache zwar Gültigkeit besitzt, aber prinzipiell beweisbar sein muss. Wer auf Nummer sich gehen will, der wählt den üblichen Weg einer schriftlichen Kündigung. So lassen sich Missverständnisse in jedem Fall vermeiden.

Am 25. Januar 2011 in Fitnessbranche | 1 Kommentar

Kurz verlinkt: Bild von einem historischen Fitnessstudio

“Als Fitnessstudios Institute waren” lautet der Titel eines Artikels in der Regionalzeitung “Main-Post”, in dem über einen Vortrag des Historikers Gerhard Wulz berichtet wird. Wulz sprach darin unter anderem über das Sportvereinswesen des angehenden 20. Jahrhunderts in Bad Kissingen und zeigte eine zeitgenössische Aufnahme eines Instituts zur körperlichen Ertüchtigung, das in den 20er Jahren in der Theresienstraße in Bad Kissingen beheimatet war.

Man erkennt darauf einige Frühformen heute üblicher Geräte, deren Industriemaschinen-Look auch eine Parodie auf einen aktuell bei zahlreichen Geräte-Herstellern angesagten Design-Trend sein könnte. Den Artikel und das sehr interessante Bild findet man hier.

Am 14. Dezember 2010 in Allgemein | Keine Kommentare

TÜV Rheinland: Professionelle Betreuung wichtigstes Kriterium

Von den 7 Millionen Menschen, die gegenwärtig in 7.000 deutschen Fitnessstudios trainieren, trainieren viele falsch. So zumindest die Einschätzung des TÜV-Rheinlands, der nicht müde wird zu betonen, worauf man bei der Auswahl eines Fitnessstudios unbedingt achten sollte.

Am wichtigsten, so eine aktuelle Pressemeldung, sei die Betreuung, denn hier haben die meisten Fitnessstudios Defizite. Dabei ist für ein effektives und vor allem gesundheitsförderndes (und nicht etwa -schädliches) Training entscheidend, dass vor Trainingsbeginn ein Gesundheitscheck druchgeführt wird und Neulinge in Geräte und Übungen ausführlich eingewiesen werden.

Am 24. November 2010 in Fitnessbranche | 1 Kommentar

Arbeiterkammer Steiermark testet Fitnesscenter in Österreich

Fitness zum Sonderpreis – oder Diskonttarif, wie es in Österreich heißt – das klingt zunächst grundsätzlich verlockend. Häufig ist das Angebot jedoch nicht nur günstig, sondern auch ziemlich billig. Das Leistungsangebot ist eingeschränkt, gespart wird vor allem an der Betreuung. Hinzu kommt eine Vielzahl an „versteckten“ Kosten, zum Beispiel Sondergebühren für Duschen.

Die Arbeiterkammer Steiermark hat sich steirische Fitnesscenter vorgenommen und auf Herz und Nieren überprüft: Was zahlt der Kunde? Wie sind die Verträge gestaltet? Wie gestaltet sich das Fitness- und Wellness-Angebot des Fitnesscenters?

Die interessanten Testergebnisse gibt es hier (PDF). Alle Fitnesscenter in Österreich findet man auf unserer Schwesterseite, dem Bewertungsportal http://www.mein-fitnesscenter.at.

Am 24. November 2010 in Fitnessbranche | Keine Kommentare

Loveparade-Katastrophe beschädigt das Image von McFit

Obwohl noch nicht abschließend geklärt werden konnte, wer die Hauptschuld an der Entstehung einer Massenpanik auf der Duisburger Loveparade trägt, hat das Image der Fitnessstudio-Kette McFit bereits schweren Schaden genommen.

Zum Hintergrund: Rainer Schaller ist Geschäftsführer der McFit GmbH und war zugleich mit seiner Firma Lopavent GmbH Veranstalter der Loveparade. McFit trat außerdem seit mehreren Jahren als Hauptsponsor der Veranstaltung auf. Dahinter steckt eine Marketingstrategie, die McFit längst zur mit Abstand bekanntesten Marke in der Fitnessbranche gemacht hat.

Die Vorwürfe gegen Schaller haben jedoch dazu geführt, dass sich der Ruf von McFit innerhalb kürzester Zeit stark verschlechtert hat. Die Kölner Meinungsforscher „YouGovPsychonomics“ konstatieren in ihrem Markenmonitor, der den Ruf einer Marke auf einer Skala von -100 bis 100 einordnet, dass McFit von +9 Punkten vor der Katastrophe auf nunmehr -46 abgerutscht ist.

Die Reaktionen zahlreicher Kunden von McFit fallen scheinbar überwiegend ebenfalls negativ aus, wenngleich die wenigsten tatsächlich vorhaben, ihren Vertrag deshalb zu kündigen. „Solange nicht bewiesen ist, wer Schuld hat, sehe ich keinen Grund, nicht weiterzutrainieren“, sagte zum Beispiel ein Mitglied einer Dusiburger McFit-Filiale gegenüber derwesten.de.

Am 9. September 2010 in Fitnessbranche | 6 Kommentare